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Umweltschule in Europa

 
 

Sonja Sonnenfeld in der Heineschule

Schon zum zweiten Mal besuchte Sonja Sonnenfeld die Heinrich-Heine-Gesamtschule und erzählte den Schülerinnen und Schülern der 10.Klassen aus ihrem bewegten Leben.

Die inzwischen 96jährige NS-Zeitzeugin aus Stockholm lebte mit ihrer Familie zwischen 1914 und 1938 in Berlin und erlebte die Nazizeit aus erster Hand. Als Jüdin mit schwedischem Pass entging sie der Verfolgung und konnte beobachten, wie deutsche Juden misshandelt und verfolgt wurden.

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Begleitet von ihrem Bremer Verleger, H.Donat, erzählt Frau Sonnenfeld packend von ihren Erlebnissen aus der Nazizeit. Wie sie am Tag nach der Machterschleichung Adolf Hitlers nur wenige Meter von Hitler entfernt seine erste Rede im Berliner Lustgarten mitstenografierte - damit vermied sie den Hitlergruß - oder als sie sich weigerte, für den Waffen-SS-General Sepp Dietrich als Tischdame zu dienen, was ihr ein Berufsverbot als Schauspielerin einbrachte.

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Und natürlich hat sie von der Nacht des Mordens und Zerstörens  am 9.November 1938 erzählt, als offensichtlich und öffentlich wurde, was die Nazis mit der jüdischen Bevölkerung vorhatten. Die verniedlichend "Reichskristallnacht" genannte Gewaltorgie gegen jüdische Geschäfte und Privatpersonen war der Auftakt einer Verfolgungskampagne, die in Auschwitz und anderen Vernichtungslagern mit der Ermordung von 6,5 Millionen europäischen Juden endete.

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Fast andächtig hörten unsere Schülerinnen und Schüler zu, gefesselt von der Lebenskraft dieser beeindruckenden Frau. Mit ihrer sehr persönlichen Erzählweise, gespickt mit Anekdoten, zog sie die Schülerinnen und Schüler in ihren Bann. Mit der Mahnung gegen Ignoranz und Gleichgültigkeit forderte Frau Sonnenfeld unsere Schülerinnen und Schüler auf, das Denken nicht anderen zu überlassen, sondern hinzuschauen, wenn heute die neuen Nazis aktiv sind.

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Die in Schweden geborene Jüdin verließ 1938 Berlin und setzte sich in Stockholm fortan für humanitäre Dienste ein. Ihr Engagement für die Freilassung des schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg aus sowjetischer Haft ist ebenso beeindruckend wie ihr "Offenes Haus" in Stockholm, in dem sie auch heute noch für ein friedliches und respektvolles Miteinander der Kulturen wirbt. Wer mehr über Sonja Sonnenfeld erfahren möchte, sollte ihr Buch "Es begann in Berlin lesen", eine Sammlung ihrer Lebenserinnerungen.

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