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Umweltschule in Europa

 
Antrag der Schule
 

 

 

Die Heinrich-Heine-Schule als offene Ganztagsschule

 

Pädagogisches Konzept

 

 

 

 

1.      Die Heinrich-Heine-Schule auf dem Weg zur Ganztagsschule

 

Schon zwei Jahre nach ihrer Gründung als Sekundarstufen I Zentrum wurde die Schule 1969 zur ersten integrierten Gesamtschule des Landes Bremen umgewidmet.

 

Viele Lehrerinnen und Lehrer, die in den Jahren bis 1975 freiwillig an die Schule wechselten, hatten sich damit bereits frühzeitig einer Reformpädagogik verschrieben, in der die frühzeitige Auslese der Kinder durch ein langes gemeinsames Lernen abgelöst wurde. Nicht der Schüler sollte an das dreigliedrige System angepasst werden, sondern die Schule ist bemüht, durch individuelle Profilbildung dem Leistungsprofil des einzelnen Kindes gerecht zu werden.

 

Bereits zu Beginn der Zeit als Gesamtschule, aber auch in den folgenden Jahren wurde im Kollegium häufiger über die Notwendigkeit der Einrichtung einer Ganztagsschule diskutiert. In der sich verändernden Bevölkerungsstruktur des Ortsteils Leherheide-West (hoher Anteil von arbeitslosen sozialhilfeempfangenden Eltern, hoher Anteil von Eltern nichtdeutscher Muttersprache),  in dem die Schule beheimatet ist, wurde die Ganztagsschule früh als eine Reaktion auf diese Veränderung gesehen. Mangelnder Zuwendung seitens der Eltern, geringem Bildungsinteresse in den Familien und fehlenden sinnvollen Freizeitaktivitäten sollte in einem Ganztagsbetrieb begegnet werden. Die Einführung von Ganztagsschulen war aber seinerzeit nicht aktuell, und deshalb wurden im Rahmen unserer Möglichkeiten Angebote entwickelt, mit denen auf die genannten Herausforderungen reagiert werden sollte. An für Ganztagsschulen geltenden Gestaltungselementen: unterrichtsbezogenen  Ergänzungen, Vorhaben und Projekte Fördermaßnahmen, Freizeitangeboten und Versorgungsangeboten sind hier zu nennen:

 

-         Arbeitsgemeinschaften Musik, Tanz, Darstellendes Spiel

-         Arbeitsgemeinschaften im Arbeitslehrebereich

(Fahrradwerkstatt/Reparaturwerkstatt)

-    Arbeitsgemeinschaften in Sport (Fußball, Basketball), auch in      

      Zusammenarbeit mit Vereinen (Volleyball)

-         AG Jugend forscht

-         Streitschlichter AG´s

-         „AGENDA-Projekte“  (z. B. ......-AG)

-         Schuldisco-Projekt

-         Leseclub-AG

-         Nachhilfestunden in Deutsch

in Zusammenarbeit mit der AWO Deutsch als Zweitsprache

-         Hausaufgabenhilfe (auch mit Eltern)

-         Sozialarbeit unter der Leitung des Schulpsychologen und der Sozialpädagogin

-         Cafeteria (geöffnet  vor dem Unterricht und in den Pausen)

-         Leseclub

-         Spielecke

-         Internetcafé in der Aula

-         Filmclub

-         Schuldisco

 

Diese Angebote waren unter anderem möglich durch die Tätigkeit eines Schulpsychologen und einer Sozialpädagogin an unserer Schule und durch das Engagement einzelner Eltern.

 

Nachdem den Schulen im Lande Bremen vor wenigen Jahren die Möglichkeit angeboten wurde, sich in Ganztagsschulen umzuwidmen, haben wir im Kollegium die Diskussion unmittelbar wieder aufgenommen.

 

Es bildete sich eine Arbeitsgemeinschaft  aus KollegInnen und Schulleitung, die nach Besuch anderer Ganztagschulen eine intensive Diskussion im Kollegium vorbereitete an deren Ende der Antrag auf Umgestaltung der Heinrich-Heine-Schule in eine offene Ganztagsschule im Juni 2003 beschlossen wurde.

 

2.      Pädagogischer Rahmen

 

Mit den oben genannten  Gestaltungselementen einer offenen Ganztagsschule soll dem Anspruch unserer Schule auf Bildung, Erziehung und Förderung  besser gerecht werden.

 

Die HHS entwickelt sich somit zu einer offenen Ganztagsschule unter Einbeziehung der bisherigen Strukturen, d. h. der bereits stattfindende Nachmittagsunterricht (Pflichtunterricht in einigen Fächern Wahlpflichtangebote und Arbeitsgemeinschaften) wird in das Konzept integriert.

 

Diese offene Ganztagsschule sollte folgende Merkmale aufweisen.

 

-         Die verpflichtende Unterrichtszeit liegt vorwiegend in den Vormittagen. Der Unterricht erfolgt im Vergleich zur Halbtagsschule in modifizierter Form, da die Praxis der Hausaufgaben verändert werden muss.

 

-     Nach der Unterrichtszeit steht ein freiwilliger Mittagstisch zur Verfügung.     

Dabei soll die Mittagspause die häusliche Essensteilnahme mit    anschließender Rückkehr ermöglichen.

Eine Hausaufgabenbetreuung unter pädagogischer Aufsicht wird täglich        angeboten (evtl. Verpflichtung bei besonders bedürftigen Schülern)

Der Freizeitbereich findet am Nachmittag statt. Unter gefundenen     Freizeitangeboten werden zeitlich festgelegte Arbeitsgemeinschaften mit verbindlicher Anmeldung, unter ungebundenen werden Einrichtungen wie Internetcafe, Cafeteria, Spielecke, Schülerdisco, Leseclub u. ä. verstanden.

-         Nachmittags gibt es  Fördermaßnahmen unterschiedlicher Art (z. B. in Sprachen, Naturwissenschaften, Verhaltenstraining, aber auch Angebote der Spitzenförderung).

-         Die Arbeitsgemeinschaften  finden nachmittags statt.

Nachmittags sind  Neigungs- und Hobbykurse anberaumt, und zum Teil auch unter Einbeziehung von Eltern und Experten.

-         Zusätzlich soll es möglich sein, den seit Jahren an der HHS stattfindenden Projektunterricht in die Nachmittagsstunden zu verlegen, insbesondere bei der Durchführung von Exkursionen.

 

3.      Organisation des Ganztagsbetriebs

 

-         Alle Angebote – ausgenommen sind nur die ungebundenen Freizeitangebote – haben eine begrenzte Teilnehmerzahl (ca. 12 Schüler im Durchschnitt) und werden   verbindlich  für die Dauer eines halben Jahres wahrgenommen.

-         Die Angebote sind wählbar (mit Ausnahme eines kleinen Schülerkreises mit großem Förderbedarf zur Hausaufgabenhilfe)

-         Das zusätzliche Angebot an vier Nachmittagen pro Woche wird durch Honorarkräfte, freiwillige Leistungen (auch Eltern) und durch Zusammenarbeit mit Einrichtungen des Stadtteils (Freizeitheim, Kirchen, Sportvereine) ermöglicht. Dabei werden die Mittelzuweisungen für Personal und Sachkosten und die Verfügbarkeit von Fachkräften das Angebot beeinflussen.

-         Den Schulpsychologen und der Sozialpädagogin der Schule steht zusätzlich eine Erzieherin für einen Teil des Nachmittagsangebotes zur Verfügung. Sie sorgen zusammen mit einer Kollegin der (erw.) Schulleitung für die notwendige inhaltliche Kontinuität der Angebote, die durch personelle Fluktation der Honorarkräfte leiden könnte.

-         Die Angebote finden überwiegend in den bestehenden Räumen der HHS statt. Zusätzlich sind allerdings die folgenden Räumlichen Ergänzungen erforderlich:     

-         Mensa mit Küche und Lagerräumen

-         Stillarbeitsräume für Schülerinnen und Schüler (insbesondere für Hausaufgaben)

-         Räumlichkeiten für Freizeitaktivitäten (Billardzimmer, Spielecke u. ä.)

-         Räumlichkeiten für Sozialtraining

-         Lehrerarbeitsräume

 

-         Mittagstisch:

Nach den Erfahrungen bestehender Ganztagsschulen gehen wir davon aus

dass etwa 70 – 100 SchülerInnen die Schule in der Mittagspause nicht verlassen werden und der Großteil davon am Mittagstisch teilnehmen wird. Aufsicht und Betreuung muss daher für diese Zeit organisiert werden. Der Mensabetrieb muss von neu einzustellenden Kräften durchgeführt werden. Das Mittagessen sollte weitgehend von einer Catering-Firma geliefert und zu einem vertretbaren Preis angeboten werden.

 

Das erfordert eine Sanierung des bestehenden Nebengebäudes bzw. einen Neubau.

 

 

 

    

 

 
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